Tennisclub Goldscheuer
Presse
BADEN-TENNIS 2004

30 Jahre Tennisclub

Mit einem 2tägigen Festprogramm feierte der TC Goldscheuer am letzten Aprilwochenende sein 30jährigen Bestehen. Der über 280 Mitglieder zählende Verein, darunter rund 80 Jugendliche unter 18 Jahren, hat 13 Mannschaften gemeldet, verweist mit berechtigtem Stolz auf seine herrliche Anlage, die nach Ansicht von Kennern zu den schönsten in Südbaden gehört: 8 Freiplätze und eine hochmoderne Tennishalle mit 2 Plätzen sowie Restaurant - idyllische an einem Teich im Ortsteil Marlen gelegen - stellen ein wahres Schmuckstück dar.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete am Samstag ein an Höhepunkten reichhaltiger Festabend in der mit den blau-weißen Vereinsfarben herrlich dekorierten Mehrzweckhalle in Marlen. Über 200 Gäste, darunter auch eine große Abordnung des befreundeten Tennisclubs der Kernstadt Kehl/Rhein, waren gekommen, um bei diesem Jubiläum mit von Partie zu sein. “Musik, Tanz und Show” waren das Motto dieses gelungenen Abends - Spass und Stimmung die Folge des äußerst kurzweiligen Programms.
Etwas enttäuscht zeigte sich die Vereinsführung, dass der Vertreter des Badischen Tennisverbandes eine Einladung zum Festabend unbeantwortet ließ. Die Begrüßung der Gäste und Eröffnung nahm die 1. Vorsitzende Edit Vetter vor, die sich hoch erfreut über den Publikumszuspruch zeigte, den Sponsoren und Gönnern dankte, die u.a. die informative Festschrift ermöglicht hätten. Sie verwies auf die wichtige Rolle der Vereine in unserer Gesellschaft und dass die sportliche Betätigung, die Förderung des Gemeinschaftssinnes und der Geselligkeit ein wichtiges Anliegen des Clubs seien, aber auch ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement erfordern würden. Sie verwies auf die vielen Aktivitäten im Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbereich und führte als Beispiele die Sommer-Feriencamps, das Mini/Midi-Turnier, die Ausflüge, Grillfeste, Spargelturniere (Spargel ist ein charakteristisches Produkt der einheimischen Landwirtschaft) und die Nikolausfeiern an. Anschliessend skizzierte Ortsvorsteher Richard Schüler in humorvollen Worten kurz die Vereinsgeschichte. Richard Schüler, der maßgebliche Initiator der Vereinsgründung im Jahr 1974, lobte das vorbildliche Engagement der Mitglieder beim Aufbau, der Erweiterung und der Pflege der herrlichen Sportanlage. Er hob die vorbildliche Jugendarbeit hervor, die bereits im Kindergarten ansetze, wo der Nachwuchs für den Nachwuchs in regelmäßigen Schnupperkursen erste Berührung mit diesem Sport bekomme. Ebenso erfolgreich die Kooperation Schule/Verein, die, so Schüler, mit dafür die Ursache sei, dass der Anteil der Jugendlichen an der Gesamtmitgliederzahl weit über dem Durchschnitt liege. Diese höchst erfreuliche Tatsache ist aber auch ein Verdienst des Tennislehrers und Jugendwartes Constantin Dima, der zusammen mit seinem Trainerkollegen und Sportwart Hans Schmeiser in Kleingruppen den Kindern und Jugendlichen Spass und Freude am Spiel vermittelt, aber auch Leistung und Wille zur Leistung fordert. Grund und Anlass für Richard Schüler der 1. Vorsitzende Edit Vetter einen Scheck zur Förderung der Jugendarbeit zu überreichen.
Ein eindrucksvolles Beispiel für Vereinstreue demonstrierte die Ehrung der Gründungsmitglieder, die dem Verein nun schon seit 30 Jahren angehören. Von den ursprünglich 55 Vereinsgründern gehören immer noch mehr als 20 dem Verein an, so die 1. Vorsitzende Edit Vetter, die - zusammen mit der Schriftführerin Heide Weinzapf - Urkunden und ein Weinpräsent überreichte.
Kurz vor Mitternacht konnte Pressewart Gerhard Zeeb, der durch das Festprogramm führte, auch das mit Spannung erwartete Ergebnis der großen Tombola-Verlosung verkünden und die Gewinnerin des attraktiven Hauptpreises, eine 3-tägige Flugreise für 2 Personen nach Budapest, namentlich bekannt geben.
Am Festsonntag ging es überwiegend sportlich weiter, jedoch mit einem besinnlichen Beginn: Ein Novum in der 30jährigen Vereinsgeschichte stellte der morgens in der Tennishalle abgehaltene ökumenische Festgottesdienst dar. “Die Kirche kommt zum Sport”, so Pfarrer Ulrich Henze, der zusammen mit seinem katholischen Kollegen Zacharias Nitunga den schlichten aber beeindruckenden Gottesdienst veranstaltete. “Tennis ist immer ein Erlebnis und dies unabhängig vom Ergebnis!”, reimte Pfarrer Henze während seiner humorvollen Predigt und traf damit nach Meinung der Zuhörer genau den richtigen Ton. Anschließend dominierte der Sport. Zwei badische Spitzenspielerinnen vom TC Oberkirch demonstrierten beeindruckendes Tennis auf hohem technischen Niveau und ernteten nach spektakulären Ballwechseln verdienten Beifall des zahlreichen Publikums. Beim Prominententennis bewiesen die Bundesligahandballer der SG Willstätt/Schutterwald (u.a. mit Nationalspieler Branko Kokir) beim Mixed mit ihren TCG-Partnerinnen, dass sie auch im Umgang mit den Rackets ein feines Händchen haben.
Eine weitere Premiere stellte das erstmalige Auftreten des TC Eschau dar - der elsässischen Partnergemeinde von Goldscheuer. Mit einer großen Delegation angereist, stellte sich die Vorstandschaft des TCE den Kollegen des TCG in einem Mixed-Turnier, wobei das Ergebnis nebensächlich, der Spass jedoch riesengroß war. Der Präsident des TC Eschau, Gerard Kolb, überreichte der 1. Vorsitzenden Edit Vetter den Ehrenteller der Gemeinde Eschau und eine Tennisskulptur und sprach den Wunsch aus, dass dies der Auftakt für regelmäßige sportliche Treffen sein möge. Mit Schnuppertennis für die Gäste und einem gemütlichen Beisammensein bei elsässischem Flammenkuchen klang das in allen Belangen gelungene Jubiäumsfest aus.
Verfasser: Gerhard Zeeb

Bild 1: Ehrung der Vereinsangehörigen mit 30jähriger Mitgliedschaft. Im Bild (von links vorn) der 2. Vorsitzende Rolf Hauer, die 1. Vorsitzende Edit Vetter, Pressewart Gerhard Zeeb und Schriftführerin Heide Weinzapf.