Tennisclub ist vorbildlich in der Jugendarbeit.
Der TCG zählt rund 280 Mitglieder, ein Drittel davon – also etwa 80 – sind Jugendliche unter 18 Jahren. Der Verein liegt damit weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Tennisclubs und hat es vor allem in den letzten Jahren verstanden, den rückläufigen Trend der jugendlichen Mitglieder nicht nur zu stoppen, sondern ins Gegenteil umzukehren. Und wer das Mini/Midi-Turnier am vergangenen Samstag verfolgt hat und die derzeit laufende Clubmeisterschaft der Jugend beobachtet, konnte Eindrücke gewinnen, mit welcher Begeisterung und Ernsthaftigkeit der Nachwuchs diesen Sport betreibt.
Voraussetzung war und ist die Unterstützung dieser Jugendarbeit durch den TCG selbst, die Ortsverwaltung mit Herrn Schüler, die Eltern, die Goldscheurer Geschäfte und Geldinstitute sowie die Zusammenarbeit mit Kindergarten und Schule. Dabei verfolgt der TCG ein 3stufiges Konzept zur Gewinnung und Förderung der Jugend. Im Kindergarten wird die erste spassig-spielerische Beziehung zu dieser Ballsportart hergestellt. Die Kooperation mit der Grund- und Hauptschule stellt die zweite Phase dar und soll das Interesse der Mädchen und Jungens wecken und den Übergang zum regelmäßigen Ausüben des Tennissports ermöglichen. In der dritten Phase werden die Kinder und Jugendlichen regelmäßig wöchentlich und intensiv mit den technischen und taktischen Grundlagen des Tennis vertraut gemacht und tragen Punktespiele aus. Das Auftreten in einer Mannschaft erfordert das Ein- und Unterordnen im Team und fördert das passende soziale Verhalten.
Die Nachwuchsarbeit setzt bereits im Kindergarten an ...
Der Nachwuchs für den Nachwuchs wächst im Kindergarten heran. Mit Unterstützung der Eltern sowie Erzieherinnen und unter Anleitung des erfahrenen Tennislehrers und Jugendwartes Constantin Dima werden die Kleinsten in sogenannten Schnupperkursen in spielerischer Form mit Schläger und Ball vertraut gemacht. Die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit zwischen Verein und Kindergarten wird von der Leitung, den Erzieherinnen, den Eltern und den Kindern selbst als eine willkommene Abwechslung empfunden – eine spielerische Möglichkeit zum Ausleben des natürlichen Bewegungsdranges. Aber ebenso wichtig für die Persönlichkeitsbildung und das soziale Verhalten ist das Ein- und Unterordnen in der Gruppe. Die Gewinnung und Förderung des Tennisnachwuchses setzt demnach bereits im frühen Stadium an und erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl des Trainers.Bild 1: Constantin Dima und Erzieherinnen mit den Tennisschützlingen des Kindergartens
(Fotos: Gerhard Klem)
|
... und findet ihre Fortsetzung mit der Kooperation Schule /Verein
Ihre Fortsetzung findet die Gewinnung des Nachwuchses in der auch vom Badischen Sportbund unterstützten Kooperation zwischen Schule und TCG. Auch hier sehen Rektor und die Lehrkräfte der Grund- und Hauptschule Goldscheuer das Angebot des TCG zur Durchführung entsprechender Sportnachmittage als einen äußerst positiven Beitrag für die körperliche Betätigung der Schüler und als Bereicherung der Sportstunden. Rund 40 Schülerinnen und Schüler wurden in diesem Jahr auf der Tennisanlage an der Hanfrötze in Marlen durch Constantin Dima mit den technischen und taktischen Grundlagen des Tennis vertraut gemacht. Hier ist es wichtig, das Interesse an einer dauerhaften Ausübung dieses Sportes zu wecken.
Bild 2: Schüler und Schülerinnen der Grund- und Hauptschule Goldscheuer mit Lehrern und Constantin Dima
Wer Spass am Tennis findet, der bleibt dabei.
Und diejenigen, die Spass an dieser Ballsportart gefunden haben, werden ganzjährig (in der Halle sowie im Freien) in Kleingruppen mit bis 5 Spielern intensiv trainiert. Hier teilen sich Hans Schmeiser - ebenfalls Tennislehrer und gleichzeitig Sportwart – und Constantin Dima die Trainingsarbeit. Beide weisen jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit dieser Altersgruppe auf und verstehen es hervorragend, die Trainingsstunden interessant, lehr- und abwechslungsreich zu gestalten. Und so mancher, der hier die Grundlagen des Tennisspiels vermittelt bekam, tauchte später als Clubmeister der Damen oder Herren beim TCG oder in anderen Vereinen wieder auf. Die im Training erworbenen Fähigkeiten werden wettkampfmäßig in Punktespielen gegen andere Vereine umgesetzt, wobei seitens des TCG großen Wert auf das faire mannschaftliche Auftreten der Spieler gelegt wird. Die erreichten Meisterschaften und Aufstiege der letzten Jahre belegen, dass das sportliche Konzept des TCG aufgegangen ist.
Sport wird aber erst dann so richtig zum Erlebnis, wenn er in der Gruppe erlebt wird. Möglichkeiten hierfür gibt es genügend und werden auch gerne von den Jugendlichen angenommen. Die im Oktober geplante Radtour mit Grillfest weist bereits jetzt Rekordanmeldungen auf und die Feriencamps mit Schwimmen und Tennis haben großen Anklang gefunden. Beliebt sind aber auch die Mini/Midi-Turniere und die Nikolausfeiern.
Bild 3: In Kleingruppen werden die technischen und taktischen Grundlagen des Tennis vermittelt
Verfasser: Gerhard Zeeb |