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Tennisclub Goldscheuer

Rolf Wilhelm

rolf wilhelm

Rolf Wilhelm ist nicht mehr unter uns

Am Montag der vergangenen Woche verstarb nach schwerer Krankheit unser Tenniskamerad Rolf Wilhelm im Alter von 72 Jahren. Bis zuletzt hatten alle - Familie und Freunde - gehofft, dass eine Wende zum Besseren eintreten würde. Doch vergebens. Rolf hatte anscheinend eine gewisse Vorahnung, denn als er im September 2011 im Freundeskreis an einer mehrtägigen Busreise durch Kroatien teilnahm, sprach er davon, dass dies wohl seine letzte Reise sei.

Rolf Wilhelm war ein Mann der ersten Stunde des Tennissports in Goldscheuer. Als unser Ortsvorsteher Richard Schüler im Jahr 1974 die Initiative zur Gründung eines Tennisclubs ergriff, war Rolf begeistert von der Idee und von Anfang an mit dabei. Er packte tatkräftig mit an und engagierte sich als die Plätze hergerichtet wurden. Er war auch in den Gründungssitzungen maßgeblich daran beteiligt, dass der junge Verein mit seinen Strukturen langsam Gestalt annahm.

Denn wie einige andere ehemalige Sportler war auch Rolf auf der Suche nach einer altersgerechten Ballsportart für die Zukunft. Da kam ihm die Möglichkeit zum Tennisspiel gerade gelegen. Die Voraussetzungen für diesen in der Ortschaft neuen Sport brachte der vielseitig interessierte Rolf, vom Handball und Fußball kommend, von vornherein mit: Nämlich Ballgefühl, Schlagtechnik, Wendigkeit, gutes Auge sowie die notwendige Grundschnelligkeit. Und Fairplay war für den sympathischen Sportsmann eine Selbstverständlichkeit. Wichtig war für Rolf aber nicht nur die sportliche Betätigung, sondern auch das kameradschaftliche Miteinander – die Geselligkeit nach dem Spiel. Daher fand Rolf auch sofort Gleichgesinnte. Aufgrund der Vorliebe für Mannschaftssportarten bevorzugte er besonders das Doppelspiel, denn da standen eben vier Akteure auf dem Platz. Und im Laufe der Jahre wurde es zu einer schönen Tradition, immer am gleichen Wochentag sich zum Doppel zu treffen und nach dem Spiel hinterher gemütlich beisammen zu sitzen.

Dem Fußballsport blieb Rolf allerdings nach wie vor zugeneigt, hatte er doch als langjähriger Aktiver und Trainer einige schöne Erfolge vorzuweisen. Wann immer es ihm zeitlich möglich war, besuchte er mit Ehefrau Siglinde die Heimspiele des Kehler FV. Sein Platz auf der Fußballtribüne im Kehler Rheinstadion und auf dem Tennisplatz bleiben jetzt leer.

In der Traueranzeige für Rolf schrieb die Familie: „Wir können es nicht fassen, aber es ist so. Wir müssen damit leben“. Uns – seinen Tenniskameraden – geht es genau so. Rolf wird uns fehlen.

Bild: Rolf Wilhelm † 16. Jan. 2012